Wir stellen ein: KINDER- UND JUGENDMITARBEITER/IN gesucht

Monatswort
Sie sollen dem HERRN danken für seine Güte und für seine Wunder, die er für die Menschen vollbringt. Dankopfer sollen sie darbringen und von Gottes Taten erzählen unter lautem Jubel.
Psalm 107, 21–22
Dankbarkeit ist ein natürliches Bedürfnis. Für ein Geburtstagsgeschenk können wir uns bedanken, weil wir wissen von wem wir es erhalten haben. Aber es gibt so vieles – wie die Sonne oder den Regen, das Wunder des Wachstums in der Natur, das Leben an sich – wem sollen wir dafür danken?
In der Bibel lehrt uns Gott, dass alles einen Ursprung hat. So wie ein Geschenk, das wir erhalten, einen Geber hat, so hat alles in dieser Welt einen Ursprung, einen Geber: das Leben, unsere Gesundheit, Kraft, Intelligenz, Kreativität, die Natur, die Gesetzmäßigkeiten in der Natur, wie Jahreszeiten, Sonnenschein und Regen. Sie sind ein Geschenk Gottes an uns.
Säen und Ernten, das tägliche Brot, sind ein besonderes Geschenk Gottes an uns. Die Christen haben im dritten Jahrhundert damit angefangen, systematisch das Erntedankfest zu feiern. Dieses Fest ergab sich aus einem natürlichen Bedürfnis, für die Ernte, für die Nahrung zu danken. Andererseits gab es dafür im Alten Testament ein sehr beeindruckendes Vorbild – das Laubhüttenfest (Sukkot). Gott hat den Israeliten dieses Fest geschenkt, damit sie einmal im Jahr die Gaben Gottes bewusst wahrnehmen und dafür danken.
Unser Erntedankfest in der Gemeinde hat zwei Schwerpunkte. Wir feiern einen besonderen Gottesdienst am 4. Oktober, in dem wir die Güte Gottes proklamieren und ihm für all seine Gaben danken. Während dieses Gottesdienstes sammeln wir ein besonderes (Geld-)Dankopfer für ein missionarisch-diakonisches Projekt ein.
Unser Erntedankgottesdienst geht auf die doppelte Ermutigung Gottes in Psalm 107 zurück – wir sollen ihm danken (Vers 21) und ihm ein Dankopfer darbringen (Vers 22). Wort und Tat gehören zusammen. Mit Worten drücken wir unsere Dankbarkeit gegenüber Gott aus – und mit Worten bekennen wir, dass Gott der Geber aller guten Gaben ist (Vers 22). Ob die Dankesworte ernst gemeint waren, das sollten die Israeliten durch vielfältige Taten beweisen (z. B., dass sie bei der Ernte einiges für die Armen liegen lassen, dass sie über den Zehnten hinaus weitere Gaben für Arme zur Verfügung gestellt haben, usw.).
Mein Wunsch ist, dass uns während des Erntedankfestes neu bewusst wird, wie reich und vielfältig wir täglich von Gott gesegnet wurden.
Pastor Johann Vollbracht
